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Ist die Party bald vorbei?
Der aktuelle Report von Thomson Reuters zum US-Rechtsmarkt 2026 zeichnet ein klares Bild: Die Umverteilung des Markts hat bereits begonnen. Und der Druck wird auf beiden Seiten wachsen.

Während die Top-Kanzleien (Am Law 100) nur noch ein Nachfragewachstum von 2 % verzeichnen, wachsen Mid-Sized Firms mit 5 % überdurchschnittlich.

Ein Grund: General Counsel schauen sich um.

Bei Stundensätzen von deutlich jenseits der $1.000 in der Spitze gibt es nur wenig Ausreden, wenn Alternativen für 600$ bereitstehen.

3 Kernaussagen:
1️⃣ Das Profit-Paradox: Die Gewinne der Am Law 100 sind in 6 Jahren um beeindruckende 53 % gestiegen. Aber nicht durch mehr Effizienz, sondern primär als Folge gestiegener Nachfrage und kontinuierlich gestiegener Stundensätze.
2️⃣ Das Investitions-Paradox: Kanzleien investieren Rekordsummen in Tech und KI, aber 90 % der Abrechnungen basieren weiterhin auf der „Billable Hour“. Wer durch KI schneller wird, macht weniger Umsatz, es sei denn, Stundensätze werden nach oben korrigiert oder neues Geschäft gewonnen.
3️⃣ Die Kostenfalle: Personalkosten für Associates sind YOY um 8,2 % gestiegen. Da diese Kosten „sprungfix“ sind, erfordern sie zwingend eine maximale Auslastung, bestenfalls ab Tag 1. Wo kommt die Auslastung her, wenn KI (in sehr naher Zukunft) Aufwand reduziert?
4️⃣ Selbstbild vs. Fremdbild: Während GCs ihren strategischen Beitrag betonen, wird dieser im Management kaum wahrgenommen. Das zwingt Rechtsabteilungen dazu, jedes Budget für Externe Kanzleien mühsam zu belegen.

Der Umbruch ist bereits in vollem Gange, Kanzleien sortieren sich und ihre relevanten Märkte, Rechtsabteilungen ihre Lieferanten neu.

Und wie immer: Wer früh handelt, fährt die Pionierrente ein.